|
Die Stiftung Human Tissue and Cell Research (HTCR) betrachtet die Nutzung humaner in vitro-Modelle als potentes medizinisches Untersuchungsinstrument von hoher klinischer Relevanz. Sie misst daher der Entwicklung neuer und verbesserter in vitro-Techniken zur Erforschung pathophysiologischer Zusammenhänge menschlichen Gewebes und daraus resultierender diagnostischer und zellbasierender therapeutischer Möglichkeiten zentrale Bedeutung bei.
Diese neuen Technologien machen in vielen Bereichen Tierversuche unnötig. Zudem stellt sich bei ihrer Verwendung nicht mehr die Frage nach einer "Übertragbarkeit auf den Menschen". Ergänzend zur staatlichen und privaten Forschungsförderung will die Stiftung durch den gezielten Einsatz ihrer Mittel universitäre und außeruniversitäre anwendungsnahe Forschung hinsichtlich des Einsatzes primärer humaner in vitro-Modelle fördern.
Sie geht dabei von dem Gedanken aus, dass menschliche in vitro-Zellsysteme, die aus verworfenem Gewebe menschlicher Operationspräparate entstehen und von den Patienten zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellt werden, unmittelbar zum Zwecke der Forschungsförderung genutzt werden können.
Forschung auf einer ethisch verantwortungsbewussten Basis
Mit der Stiftung HTCR eröffnet sich für viele Wissenschaftler erstmals die Möglichkeit, auf rechtlich wie ethisch geklärter Basis menschliches Gewebe aus Operationen nutzen zu können - präzise dokumentiert und archiviert. Die Stiftung stellt sicher, dass es zu keiner unkontrollierten Verwendung von Proben und Daten kommt und die Rechte der Gewebespender gewahrt werden, ohne dass es aufgrund übermäßiger Auflagen zu einer Einschränkung oder Verunmöglichung der Forschung kommt.
Die Stiftung HTCR wurde im Jahr 2000 von Prof. Dr. Karl-Walter Jauch, Leiter der Chirurgischen Klinik und Poliklinik der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Großhadern, PD Dr. Wolfgang Thasler und PD Dr. Thomas Weiss als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts ins Leben gerufen.
Statusbericht 2009
Der aktuelle Statusbericht "Stiftung HTCR 2009" stellt auf über 100 Seiten die Stiftung, ihre Tätigkeit und Kooperationspartner, sowie die von Ihr geförderten Forschunsvorhaben ausführlich vor.
|
|