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Forschung an humanem Gewebe - im Spannungsfeld zwischen medizinischem Fortschritt und ethischer Verantwortung
Die Forschung am menschlichen Gewebe, die Klärung des komplexen Wechselspiels zwischen Erbe und Umwelt, zwischen genetischen und exogenen Faktoren erlaubt es, neue Therapien zu entwickeln, die effektiver und effizienter sind, Nebenwirkungen reduzieren und/oder bis dato unheilbare Krankheiten behandeln helfen.
Die Verwendung von menschlichem Gewebe wirft jedoch zugleich juristische und ethische Fragen auf. Solche Fragen werden in Fachkreisen und in der breiten Öffentlichkeit in Zusammenhang mit der Verwendung von embryonalem Gewebe gebracht.
Weniger im Fokus, ethisch wie rechtlich jedoch nicht minder problematisch ist die Verwendung von adultem Gewebe, wie es bei Operationen anfällt. Typisches Beispiel sind Krebsoperationen, bei denen der Tumor mit dem ihm umgebenden gesunden Gewebe entfernt wird.
Welchen Zweck erfüllt dabei die Stiftung HTCR ?
Dieser wissenschaftlich-medizinische Ansatz bedarf jedoch ebenso eines normativen Korrektivs wie die Stammzellenforschung: Ein strikter "Code of Conduct" ist notwendig, der klar gültige Regeln definiert, wie der Gebrauch von humanem Spendergewebe, das bei Operationen anfällt, und von den damit verbundenen Patientendaten zu gestalten ist. In der Vergangenheit klaffte hier eine Lücke. Es fehlte ein verpflichtendes Rahmenwerk und ein Instrument zu dessen Umsetzung.
In diese strategische Lücke stößt die Stiftung HTCR. Sie ist die erste Initiative, um dieses normative Defizit zu überwinden und den Anforderungen von Ethik, Wissenschaft und Recht gleichermaßen Rechnung zu tragen.
Die Stiftung hat den Zweck, die Wissenschaft und Forschung zu fördern. Sie verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:
- die Entgegennahme von verworfenem Gewebe, z.B. Lebergewebe, Tumorgewebe, dessen Konservierung und Bereitstellung in einer Gewebebank und die verblindete Dokumentation der klinischen Patientendaten;
- die Weitergabe dieses Gewebes zu Zwecken der Wissenschaft und Forschung;
- die Förderung der medizinischen Wissenschaft, primär auf dem Gebiet der humanen in vitro-Modelle.
Die Funktionsweise der Stiftung verdeutlicht eine grafische Darstellung...
Forschung auf einer ethisch einwandfreien Basis
Mit der Stiftung HTCR eröffnet sich für viele Wissenschaftler erstmals die Möglichkeit, auf rechtlich wie ethisch geklärter Basis menschliches Gewebe aus Operationen zu erhalten, präzise dokumentiert und archiviert. Die Stiftung stellt sicher, dass es zu keiner unkontrollierten Verwendung von Proben und Daten kommt und die Rechte der Gewebespender gewahrt werden, ohne dass es aufgrund übermäßiger Auflagen zu einer Einschränkung oder Verunmöglichung der Forschung kommt.
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